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Wasser soll nicht in die Kirche tropfen...
Pfarrkirche “St. Martin” wird renoviert...

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In ein Gerst gehllt ist derzeit die Pfarrkirche in Neunkirchen/Nahe. Sie wird saniert.   Foto: atb

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Das Wasser tropfte bereits durch die Decke. Deshalb wird derzeit die Pfarrkirche St. Martin in Neunkirchen/Nahe saniert. Rund 170000 Euro werden in die Renovierung des Gotteshauses investiert.

Als sich vor einiger Zeit ein Sachverst„ndiger aus dem Bistum Trier die Pfarrkirche St. Martin in Neunkirchen/Nahe n„her ansah, bekam er einen Schreck. "šber das ganze Dach tritt auf beiden Seiten sehr stark Wasser ein", hielt er in seinen Gutachten fest "Der Hauptgrund dafr ist eine zu geringe šberdeckung der Dachplatten. Sie betr„gt gr”átenteils nur fnf bis sechs Zentimeter. Die vorgeschriebene Mindestberdeckung betr„gt zehn Zentimeter." Eine weitere Ursache fr die Sch„den sei das Alter der Asbestzementplatten, die aus den 60er Jahren stammen. Sie seien stark vermoost und

und veralgt lieáen das Wasser durch, heiát es in dem Gutachten weiter. Im flachen Teil des Daches seien deshalb bereits sehr starke Wasserspuren vorhanden. Bei starkem Regen lief das Wasser sogar bis ins Kircheninnere. Das Holz des Dachstuhls sei noch in einem guten Zustand, die Dachfenster dagegen nicht. Rinnen und Fallrohre zeigten Verwitterungserscheinungen und mssten erneuert werden. Einen ebenso groáen Schreck bekamen Pfarrer Christoph Klemann und sein Verwaltungsrat, als sie das Gutachten durchlasen. Sofortiges Handeln war angesagt. Der erste Schritt war, die dringend notwendige Renovierung

beim Bistum zu beantragen. Da die Kirche ohnehin fr die Dacharbeiten komplett eingerstet werden muss, wurden verschiedene Ausbesserungen am Mauerwerk gleich mit beantragt. Da das Gotteshaus "putzsichtig" ist, das heiát, es besitzt keinen Auáenanstrich, wurde nach einer Absprache mit der Denkmalbeh”rde das Reinigen der Auáenhlle mit in den Arbeitskatalog aufgenommen. Das bauleitende Architekturbro Linie 3 in Trkismhle ermittelte Gesamtkosten von 170600 Euro fr diese Maánahme. Hauptgeldgeber wird das Bistum Trier sein, das 123700 Euro dazu geben wird. Der Saartoto wird eine Spende von 10000 Euro zur Verfgung stellen. Von dem fr die Pfarrei verbleibenden Eigenanteil

der Kosten in H”he von 36900 Euro sind schon rund 25000 Euro vorhanden. Den Rest will Klemann durch Spenden und Veranstaltungen aufbringen.
Es wird noch Wochen dauern, bis die Handwerker die Gerste abgebaut und Planen eingewickelt haben. Die Gl„ubigen k”nnen danach aber sicher sein, dass es in der Kirche nicht mehr von der Decke tropft.
Hintergrund
In den Jahren 1828/29 wurde die Pfarrkirche St. Martin in Neunkirchen/Nahe gebaut. Der wesentlich „ltere Turm der Vorg„ngerkirche blieb wegen seiner Bedeutung als Baudenkmal stehen. Erste grndliche Renovierungen wurden in den Jahren 1867 und 1868 f„llig. Dabei erhielt das Gotteshaus ein neues Dach, eine neue Decke und eine Empore. Im Innern wurden alle W„nde neu gestrichen und dekorative Malereien angebracht. Da viele Spenden fr die Kirche eingegangen waren, konnten zus„tzlich sieben neue Fenster mit buntfarbigem Glas, zwei Seitenalt„re, ein Missionskreuz und je sechs Kirchensthle auf der M„nner- beziehungsweise Frauenseite fr das j„hrliche Vermieten oder Versteigern angeschafft werden. 1871 erhielt die Kirche einen neuen Fuáboden und 1891 eine neue Orgel. gtr

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Quelle: SZ 04.06.05