Unter Wellen speisen mit Blick auf den Bostalsee Landkreis investierte eine Million Mark in Restaurant Karlsberg baute und pachtet

Durststrecke beendet Ganzjährig können jetzt die Besucher am Bostalsee zum Essen und Trinken die Aussicht auf den See genießen. Am Wochenende wurde das “Bistro am See” eröffnet. Auf ein gutes Gelingen stießen Ulli Grundmann, Gerd Schaden, Hans Jürgen Hartwig, Friedbert Becker und Michael Thomé an. Das Bistro bietet 100 Sitzplätze. Foto: A T B

Bostalsee (be). Für die einen ist es “eine weitere Attraktion am Bostalsee”, für die anderen beendet die neue Einrichtung eine lange gastronomische Durststrecke und erfüllt damit lediglich die völlig normalen Anforderungen, die der Besucher heute an ein Ausflugs- und Ferienziel stellt: Das “Bistro am See” ersetzt ab sofort mit seinem ganzjährig vielfältigen Angebot an Speisen und Getränken den “Flaschenbier- verkauf mit Freisitz”, der am Bostalsee zwischen Segelhafen und Seeverwaltung über Jahre hinweg existierte. “Endlich kann den Besuchern ein Platz präsentiert werden, an dem sie sich ausruhen und in angenehmer Atmosphäre erfrischen können”, meinte denn auch zur offiziellen Eröffnung der neuen See-Gaststätte der Erste Kreisbeigeordnete Friedbert Becker .

Becker führte aus, dass es sich bei der Einrichtung nicht nur um ein Gebäude handele, das sich mit seiner ansprechenden Architektur mit viel Glas und dem wellenförmigen Dach sehen lassen könne. Vielmehr könne man auch von fast allen der jeweils rund 100 Sitzplätze im Restaurant oder auf der Terrasse einen freien Blick auf den See genießen. Dabei habe sich der Landkreis die schöne Aussicht durchaus auch etwas kosten lassen: Rund eine Million Mark wurden investiert. 15 Prozent dieser Summe übernahm das Saarländische Wirtschaftsministerium als Zuschuss.

Der Neubau ist echt gut gelungen....

Gebaut hat das “Bistro am See” nicht der Landkreis St. Wendel, sondern in seinem Auftrag die Karlsberg Brauerei. “Das war auch für uns eine Premiere, im Auftrag eines Landkreises zu bauen”, äußerte sich dazu Karlsberg- Geschäftsführer Ulli Grundmann bei der Eröffnung. Karlsberg verfügt damit, so Grundmann, nun über “das einzige Restaurant an einem Seeufer im ganzen Land.” Erstellt wurde das Gebäude in nur neun Monaten. Die ursprünglich zu Saisonbeginn ins Auge gefasste Eröffnung musste allerdings verschoben werden, weil es gleich zu Baubeginn Schwierigkeiten mit dem Untergrund gab. Der musste, um ein sicheres Fundament zu schaffen, komplett ausgetauscht wurde.

Die Karlsberg Brauerei ist der eigentliche Pächter des Lokals und damit der Vertragspartner des Landkreises. Unterpächter und damit Betreiber des Bistros sind Michael Thome, Roman Spohn und Thomas Betz. Die hatten zum Auftakt am Wochenende für die zahlreichen Gäste ein besonderes Programm aufgelegt mit Spiel und Spaß für Kinder und Livemusik auf einer kleinen Bühne. Dabei gab es etwas gratis, was man im vergangenen Monat wochenlang entbehrte: Reichlich Sommersonnenschein.

Gut möglich, dass dabei auch jemand anderes die Hand im Spiel hatte. Jedenfalls hatten zur Einweihung Pfarrer Manfred Kneip und Pastor Josef Mutter der neuen Einrichtung den kirchlichen Segen beider Konfessionen erteilt. Und so hoffen die drei Bistro-Betreiber und damit auch der Landkreis zumindest noch auf einen schönen Spätsommer.

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