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Beim Dachs in der Lohhecke... |
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- Heimat hat viele Gesichter - |
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Eiweiler (gtr). Natur- und Heimatkunde draußen an der frischen Luft und direkt vor Ort - welches Kind würde einen solchen Vormittag nicht dem Büffeln im Klassenzimmer vorziehen? Gut gelaunt waren deshalb auch die Jungen und Mädchen aus der Grundschule Gonnesweiler und aus den vier Sechser- klassen der Gesamtschule Türkismühle, als sie an die beiden Eiweiler Lohheckentagen noch einen dritten Tag anhängen durften. Die rund 170 Kinder verloren sich fast in dem weiten Gelände am Peterberg, weil die Lehrerinnen und Lehrer mehrere Gruppen gebildet hatten, um diesen Naturkunde- unterricht in all seinen Varianten übersicht- licher und effektiver gestalten zu können. Die eigentlichen Lehrer aber waren an diesem |
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Mitten im Wald... Den Eingang eines Dachsbaus, in dem oft auch Füchse leben, zeigte der Jäger Martin Rausch den Kindern in der Klasse 6b aus Türkismühle bei den Eiweiler Lohheckentagen. Die Schüler erfuhren viel über die Lohhecken, das Verarbeiten der Rinde, aber auch über heimische Pflanzen und Tiere. Unterricht einmal anders. |
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Morgen die Mitglieder der Lohhecken- Interessengemeinschaft aus dem Nohfelder Ortsteil Eiweiler. Einer von ihnen war der Jagdpächter Martin Rausch. Er führte die Gruppen nacheinander den steilen Waldabhang hinab zu einem Dachsbau. "Wo ist denn der Dachs?", flüsterte ein Mädchen ein wenig ängstlich. "Tagsüber bekommt man dieses nachtaktive Tier nicht zu sehen", erklärte Martin Rausch. Wie interessant war es doch zu erfahren, dass der Dachs einen solchen Bau mit zwei Wohnungen manchmal nicht für sich alleine hat, sondern ihn mit dem Fuchs teilt. "Und wenn der Fuchs Nachwuchs hat, baut er sich zusätzlich eine Notröhre, in die er die Jungen hineinschleppt, wenn seiner Wohnung Gefahr droht", wusste der Jagdpächter aus Erfahrung. "Einen Dachs habe ich noch nie gesehen, außer einen ausgestopften im Museum", gestand der zwölfjährige Tobias aus Güdesweiler. Derweil erklärte Viktor Heck, ein gebürtiger Eiweiler, der schon länger in Hilbringen wohnt, in der Lohhecke den Kindern die Gewinnung von Eichenrinde. Ein Zentner davon ist heute etwa 45 Euro wert. Nina, zwölf, aus Oberlinxweiler, versuchte, mit dem Lohhammer von einem Ast die Rinde abzuklopfen, so, wie das die Kinder früher gemacht haben. "Das würde ich nur machen, wenn ich dafür nicht zur Schule müsste", lachte sie und blickte dabei in das ein wenig erschrockene Gesicht ihrer Lehrerin. |
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