 |
 |
Vierte Eiweiler Lohheckentage... Wenn die Eichen im Saft stehen, dann ist die beste Zeit, Lohe zu gewinnen. Dafür werden Eichenstämmchen geschnitten, die Rinde kräftig geklopft und dann abgeschält. Das zeigen die Eiweiler Bürger in diesem Jahr zum vierten Mal. Unser Bild entstand 1987 bei den ersten Lohheckentagen im Nohfelder Ortsteil... Foto: THIRY
|
 |
für die kleinbäuerlichen Betriebe von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. So wurde zum Beispiel um 1890 für einen Zentner Eichenrinde ein Verkaufspreis von zehn Mark erzielt. Die Eichenrinde wurde
|
|
zur Lohe verarbeitet, die zum Gerben von Tierhäuten zu Leder eingesetzt wurde. Zu der Zeit verdiente ein Bergmann pro Schicht vier Mark. In diesem Jahr finden die Lohheckentage vom 25. bis 27. Mai statt. Die Tage 25. und 26. Mai gehören der breiten Öffentlichkeit, wogegen der Vormittag des 27. Mai Schulklassen vorbehalten ist. Die Lohheckenarbeit gehört schon über 50 Jahre der Vergangenheit an. Durch die Lohheckentage wird sie in Eiweiler aber wieder ins Bewusstsein gerufen. Die Demonstration in der Lohhecke fand bei den vergangenen Veranstaltungen stets ein reges Interesse in der Bevölkerung aus nah und fern, weit über die Grenzen der Gemeinde Nohfelden. In diesem Jahr wird das Angebot der Eiweiler Lohheckentage um einiges erweitert. So gibt es zusätzlich eine Ausstellung alter landwirtschaftlicher Geräte und Oldtimertraktoren. Dazu werden andere naturverbundenen Nutzungsarten des Waldes durch die Bevölkerung wie auch durch die Jägerschaft gezeigt. Imker und Schafhalter stellen sich im Gesamtprogramm dar. Die Darstellung der modernen Holzbewirtschaftung wird neben einer Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte der Jetztzeit einen direkten Vergleich zu früherer Arbeit im Wald und auf Wiese und Feld möglich machen. Die Arbeit in der Lohhecke kann ab Samstag, 25. Mai, von etwa 9 bis 18 Uhr beobachtet werden. Neben einer Ausstellung heimischer Waldtiere und -vögel zeigen die Jäger die Arbeit mit Jagdhunden. Eine Ausstellung mit Bildern früherer Lohheckentage ist ebenso zu sehen wie Skulpturenschnitzen mit der Motorsäge. Selbstverständlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Angeboten wird neben Wildbretessen auch Kaltverpflegung mit hausgemachter Wurst. Für die kleinen Gäste der Lohheckentage wird ein besonderes Programm geboten. Ausrichter der vierten Lohheckentage ist die Eiweiler Lohhecken-Interessensgemeinschaft mit dem Ortsvorsteher Bernhard Winter, Mitgliedern des Ortsrates, dem Verein Lebendige Kulturlandwirtschaft Nohfelden e.V. und dem Saar-Forst, Landesbetrieb Nord
|