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Die Übernahme der Freizeitanlage im Jahre 1973, die sich inzwischen über die Kreisgrenzen hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad erworben hat, erfordert seit dieser Zeit den stärksten Einsatz der Mitglieder, vor allem zwischen April und Oktober. Da ist regelmäßig zu mähen, die Hecken sind zu schneiden und die Blumen zu pflegen, Zäune müssen ausgebessert und die Spielgeräte der Kinder repariert werden. Der Minigolfplatz, die kleinen Autoscooter
und das große Wasserrad bedürfen der Wartung, und die viele Stunden geöffnete ,,Freizeitklause” mit ihren Außenanlagen muss ständig mit vereinseigenem Personal besetzt werden. Bei dem Stichwort ,,Freizeitklause”
zeigen sich beim Vorsitzenden Horst Walter Gordner Sorgenfalten auf der Stirn: ,,Das hölzerne Gebäude ist so desolat geworden, dass man es bald nicht mehr ansehen kann”, spricht er ein offenes Geheimnis aus.
,,Nächstes Jahr machen wir uns dort an die Arbeit. Das Häuschen muss abgerissen werden. Aber Holz kommt für mich nicht mehr in Frage.” Allerdings ist der Verein bisher nicht allein auf seinem Paradepferd
,,Freizeitanlage” geritten. Es wurden Feste zu Gunsten des Kindergartens und des neuen Pfarrsaales organisiert. 40 Bänke installierten die Mitglieder an den Spazier- und Wanderwegen und pflegten die Wegekreuze. 1984
wurde mitten im Ort ein Wetterhäuschen montiert, das jetzt am Bürgerhaus seinen Platz gefunden hat. Zinnteller, Bierkrüge, Luftaufnahmen und neue, aktuelle Ansichtskarten vom Ort gibt es seit etlichen Jahren.
Baumpflanzaktionen, Grünanlagenpflege und die Aufstellung eines 17 Meter hohen Wappenbaumes (den der Sturm kürzlich umlegte)- das alles ist nur ein Auszug aus dem Katalog der Initiativen. Auch die Leuchtschrift
,,Viel Glück für das Neue Jahr”, die seit 14 Jahren um die Jahreswende vom hölzernen Aussichtsturm der Freizeitanlage herab grüßt, war eine Idee des Verkehrsvereins.
1978 hat die Landesregierung Neunkirchen/Nahe das Prädikat, "Anerkannter Luftkurort”
verliehen. Bernhard Lermen sieht darin die Bestätigung der jahrelangen Bemühungen der damaligen Gemeinde, die zusammen mit dem Verkehrsverein die Voraussetzungen dafür geschaffen habe. ,,Erholungssuchende hatten wir schon lange vorher im Dorf, erinnert sich der Altbürgermeister und spielt auf das ehemalige St. Josefskloster an,
dem ein Erholungsheim angegliedert war. "leider ist es 1968 abgebrannt und dann einige Jahre später als Caritas- Heimstätte wieder errichtet worden.” Wer glaubt, der Verein hätte mit den vielen Aktionen und dem wehementen Einsatz der Aktiven allmählich sein Pulver verschossen, der irrt. Jetzt geht es an die Gründung eines Arbeitskreises ,,Heimatgeschichte”, der noch mehr Licht in das Dorfleben in grauer Vorzeit bringen will.
Die Überarbeitung der Vereinssatzung verfolgt das Ziel, sich künftig noch effektiver für das Prädikat Luftkurort Neunkirchen/Nahe
einzusetzen. Horst Walter Gordner hat im Hinblick auf seinen prominenten und ideenreichen Vorgänger kein leichtes Amt angetreten. Immer wieder holt er sich den Rat von Bernhard Lermen ein. Mit einem verschmitzten, hintergründigen Lächeln unterstreicht das Ehrenmitglied des Vereins seine Absicht: ,,Der Verein muss jetzt seine Hausaufgaben ohne mich machen.” Aber den guten Rat wird er ihm sicher nicht verweigern.
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