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Gonnesweiler (it). “Ich freue mich, dass sich der Männergesangverein Gonnesweiler seiner großen Tradition bis
zum heutigen Tag würdig gezeigt hat. Der Jubelverein ist seit jeher eine echte Pflegestätte kulturellen Lebens, und seine Sänger waren immer mit ganzem Herzen treue Diener der Frau Musica, die mit ihren Liedergaben
nicht nur sich, sondern auch vielen Menschen immer wieder Freude und Erquickung geschenkt haben.” Mit diesen Worten lobt der Präsident des Saar-sängerbundes, Hermann Josef Hiery, den Gonnesweiler Verein, der am Samstag und Sonntag seinen 120. Geburtstag begeht.
Wer den Gang durch die von Höhen und Tiefen geprägte Geschichte geht, wird feststellen, dass die Sänger eine nie erlahmte Bereitschaft zur Liedpflege an den Tag gelegt haben,
denn, so sagte es einmal der frühere Bundespräsident Professor Karl Carstens, “nicht nur die professionellen Künstler bestimmen den Rang der Kultur eines Volkes, sondern auch die vielen kulturellen Vereinigungen, in
denen sich unsere Bürger zusammen tun.” Folgen Sie uns nun ein wenig durch die Geschichte des Gonnesweilerer “Liederkranz”, der seine Vorgeschichte in Neunkirchen/Nahe hatte. Dort nämlich wurde vor 120 Jahren ein
Kirchenchor gegründet, da Gonnesweiler keine eigene Kirche hatte und pfarrlich zum Nachbarort gehörte.
Da aber alle Sängerinnen und Sänger aus Gonnesweiler kamen, probte der neue Chor auch im ehemaligen Gasthaus Thome. Sein Dirigent war der Organist und Lehrer Saling. Bald danach aber konnte in Neunkirchen das sogenannte “Küstersälchen” fertig gestellt werden. Nach dem Willen des Pfarrherrn sollten nun die Chorproben in dem neuen Raum stattfinden. Das aber machten die Gonnesweilerer nicht mit, denn der Weg nach Neunkirchen war ihnen zu Fuß zu weit und im Winter zu beschwerlich. Sie kamen nicht mehr zur Gesangstunde und gründeten - ohne die Frauen - ihren eigenen Verein, einen weltlichen Chor und nannten ihn Männergesangverein.
Der entwickelte ein reges Leben und bestätigte so die Richtigkeit der getroffenen Entscheidung. 1907 beschloss man, eine Vereinsfahne anzuschaffen. Ein Fahnenfonds wurde
gebildet, in den jedes Mitglied drei Mark zahlen musste. Die Weihe des guten Stücks erfolgte ein Jahr später. Weiter aufwärts ging es mit den Sängern, die sich - bedingt durch ein beachtliches gesangliches Niveau -
an vielen Veranstaltungen beteiligten. 1911 holte sich der Chor bei einem Wettsingen in Wiebelskirchen den zweiten Platz.
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