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Selbach (kp). Über das Wochenende vom 18. bis 20. August feiert die Jugendwehr Selbach ihr 30-jähriges Bestehen. Sie wurde am 17. Oktober 1970 gegründet und ist damit die älteste Jugendfeuerwehr in der Gemeinde Nohfelden. Die erste Übung fand jedoch schon im Juli 1970 statt. Am
Gründungstag zählte die Jugendwehr neun Mitglieder, heute sind es 19 Jungen und ein Mädchen. Jugendbetreuer bei der Gründung war der damalige Löschbezirksführer
Edmund Becker. 1972 übernahm Paul Müller für drei Jahre die Leitung. Sein Nachfolger Richard Schröder betreute die Jugendwehr von 1975 bis 1982. Danach leitete Franz-Josef
Grewenig die Gruppe bis 1989. Von 1989 bis 1996 war Arnold Becker Betreuer. Er wurde vom jetzigen Leiter Steffen Burkhard abgelöst. Der Übungsplan der Jugendfeuerwehr setzt
sich zu einer Hälfte aus feuertechnischen Übungen und zur anderen Hälfte aus jugendpflegerischen Maßnahmen zusammen. Dazu gehören zum Beispiel Besuche im
Schwimmbad und in der Eissporthalle, Tagesfahrten, Videoabende und Modellbau. 1985 besichtigte die Jugendwehr die Maginot-Linie. 1987 wurde eine mehrtägige Fahrt nach München
unternommen. 1995 wurden der Truppenübungsplatz in Baumholder und das Auto- und Technikmuseum in Sinsheim besucht. 1997 verbrachte die Jugendwehr einen Tag bei der
Berufsfeuerwehr in Kaiserslautern. Über die Jahre wurden einige Veranstaltungen in den
jährlichen Plan aufgenommen. Dazu gehören zum Beispiel die Christbaumsammelaktion, die mit einer Spendensammlung für die Elterninitiative krebskranker Kinder Saarland e.V.
verbunden ist. Desweiteren wird das Martinsfeuer aufgestellt, Rot-Kreuz-Lehrgänge in Erster Hilfe besucht und die Zeltlager auf Kreis- und Gemeindeebene durchgeführt. Während der
Zeltlager werden attraktive Aktivitäten wie eine Lagerolympiade, Nachtwanderungen, Besichtungen und Schwimmen durchgeführt.
Die Abnahme der Leistungsspange ist die wichtigste Prüfung für einen Jugendfeuerwehrmann.
Sie beinhaltet fünf Übungsteile: Staffellauf, Kugelstoßen, Löschangriff, Schnelligkeitsübung und Beantworten von Fragen. Ziel sollte es sein, dass jedes Mitglied der Jugendwehr die
Leistungsspange vor der Übernahme in den aktiven Dienst absolviert hat. 1997 richtete die Jugendwehr einen Sport-, Spiel- und Technikkampf aus. Desweiteren führte die Jugendwehr im
Löschbezirk Sötern eine Schauübung durch, da Sötern eine eigene Jugendwehr gründen wollte. Durch die Vorführung konnte das Interesse der Söterner Jugend geweckt werden. Noch im
gleichen Jahr wurde die Jugendwehr Sötern aus der Taufe gehoben.
Nach der neuen Jugendsatzung wird die Jugendwehr wie ein Verein geführt. Aus diesem Grund hat die Jugendwehr seit dem Jahre 2000 einen gewählten Vorstand, der sich aus
dem Jugendgruppensprecher Michael Endres, dem stellvertretenden Jugendsprecher Fabian
Becker, Kassierer Jochen Knapp und Schriftführerin Nena Schaadt zusammensetzt. Eintreten in die Jugendfeuerwehr kann man mit zehn 18 Jahren.
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