Partnergemeinde Jelesznia

Lebendige Deutsch- Polnische Freundschaft....

Vereine sollen die Kontakte ausbauen

48 Gäste aus dem polnischen Jeleznia besuchten Nohfelden

Nohfelden (be). Im polnischen Jelesznia 1200 Kilometer entfernt von seiner angestammten Burg, ist Nohfeldens Bürgermeister Heribert Gisch ein bekannter Mann. ,,Da wird man schon von wildfremden Leuten auf der Straße gegrüßt”, weiß Gisch von seinen Besuchen zu berichten. Und Jelesznias stellvertretender Bürgermeister Kazimierz Plaza stellt ergänzend dazu fest: ,,Dr. Gisch ist in unserer Gemeinde sehr beliebt, er hat sich einen guten Ruf erworben.” Als Grund hat er ausgemacht, dass sich die Kontakte zwischen den Bürgern beider Kommunen in den vier Jahren ihres Bestehens stetig vertieft haben.

Im Bürgerhaus des Gemeindebezirkes Neunkirchen/Nahe empfing die Gemeinde Nohfelden seine polnischen Gäste zum großen Freund- schaftsabend...

Und nicht zuletzt Kinder und Jugendliche würden durch Besuchsprogramme von Anfang an unterstützt vom Deutsch- Polnischen Jugendwerk - zu einem intensiven gegenseitigen Kontakl beitragen. Jetzt weilte eine 48- köpfige Delegation aus Polen, Gemeinderäte aber auch ,,einfache” Bürger Jelesznias für vier Tage zu Besuch in der Gemeinde Nohfelden, Anne Freytag von der Gemeindeverwaltung, die seit Beginn die Partnerschaft ,,kraft Amtes” pflegt, hatte für die Gäste ein attraktives Besuchsprogramm zusammengestellt. Bei einer Rundfahrt durch die Gemeinde waren die Burg Nohfelden, das Bosaarium und das Kunstzentrum Bosener Mühle die herausragenden Ziele Überaus herzlich war der Empfang auch in der Gesamtschule Türkismühle, die ein eigenes Programm präsentierte. Höhepunkt war ein Freundschaftsabend mit den Nohfelder Gemeinderäten im Bürgerhaus Neunkirchen/Nahe, wo zur Unterhaltung die ,,Buchwald-Musikanten” und die Tanzgruppe ,,La Volte” beitrugen. Beeindruckt zeigten sich die polnischen Gäste auch vom Besuch in der Herstellung von ,,Pizza Wagner” und einem Bummel durch Saarbrücken. Auch Landtagspräsident Hans Ley nahm sich Zeit für einen Plausch mit den polnischen Besuchern. Vize- Bürgermeister Plaza fand Gemeinsamkeiten mit heimatlichen Verhältnissen heraus:

,,Mir hat dabei nicht gefallen, dass das Land Saarland nicht so viele Rechte hat.  Vieles wird vom Bund bestimmt. Das ist ähnlich wie bei uns.”

Deutschlehrer Martin Kusnierz aus Jelesznia stellte fest, die Sprachbarriere werde immer mehr überwunden, da sich mehr und mehr Leute fänden, die Deutsch lernen wollten. In absehbarer Zeit will man in Polen auch eine Gruppe von Geschäftsleuten an einen Tisch zusammenrufen, die bereit sind zu Handelskontakten mit dem saarländischen Partner. Neben den Jugendbegegnungen (etwa 45 polnische Kinder kommen vom 20. bis 25 August nach Nohfelden), soll es in Zukunft gezielte Gruppenkontakte geben, die die Kontakte vertiefen sollen. Vorstellbar etwa sind Begegnungen von Sportverein zu Sportverein oder von Feuerwehr zu Feuerwehr.    Quelle: Saarbrücker Zeitung 07.06.2000

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