Partnergemeinde Jelesznia6

Der beliebteste Spaß: Abtauchen in die künstlichen Wellen des Bosaariums

Besuch aus Nohfeldens Partnerstadt Jelesnia: Über 40 junge Polen lernten eine Woche Land und Leute kennen und schwärmten für Europa

Nohfelden (be). Das Bosaarium schlägt Wellen bis nach Polen. Denn so verschieden die jugendlichen Besuchergruppen aus Nohfeldens polnischer Partnergemeinde Jelesnia auch zusammen gesetzt sein mögen: Das Wellenhallenbad am Bostalsee erweist sich bei jeder Delegation als “der Hit” des gesamten Programmes. Denn das Wellenbad hat sich in der kleinen Stadt in Südpolen in der Nähe von Kattowize unter den Jugendlichen schon herumgesprochen. So war es auch kürzlich wieder, als über 40 Jugendliche, begleitet von sieben Betreuern, in der Gemeinde zu Gast waren. Nicht zwei Mal, wie ursprünglich vorgesehen, sondern gleich vier Mal abends tauchten die jungen Leute

Erste Trockenübungen               Ein Surf-Schnupperkurs am Bostalsee gehörte mit zum Besuchsprogramm der jungen Polen aus Jelesnia in Nohfelden. Eingeplant war aber auch ein Tag in der Gesamtschule Türkismühle. Der Morgen stand im Zeichen der Kunst, geleitet von Axel Groß und Peter Theil und ließ sprachliche Barrieren vergessen.

ins künstliche Wellengetöse. Dabei hatte Anne Freytag vom Nohfelder Vekehrsamt für den einwöchigen Aufenthalt ein Besuchsprogramm zusammen gestellt, das keine Wünsche offen ließ. Außer dem Besuch im Wellenbad gab es am Bostalsee auch einen Schnupperkursus bei den Surfern. An dem nahmen auch die Jugendlichen der deutschen Partnergruppe teil.

Auch die Sommerrodelbahn am Peterberg wurde nicht ausgelassen. Außerdem gab es zwei Tagesfahrten. Eine führte - zur großen Begeisterung der Teilnehmer - in den Holiday-Park nach Haßloch, die andere in die alte Römerstadt Trier. Dazu gab es in der Gesamtschule Türkismühle einen ganzen Vormittag lang Sport und Spiele mit spannenden Fußball- und Basketballspielen. Und wem das noch nicht genug Bewegung war, der konnte sich am Abend in der Diskothek “Move on” in Gonnesweiler Hotel Gierend nach Herzenslust rhythmisch bewegen. Freilich stand der Besuch nicht nur im Zeichen von Freizeitbegegnungen. Die jungen Polen verbrachten mit ihren Nohfelder Gastgebern auch einen Schultag in der Gesamtschule, der unter dem Motto stand “Wir unter dem Dach Europas”. Mit großem Eifer wurden hier kleine Kunstwerke angefertigt und die fertigen Kollagen zeigen, dass die Gäste aus dem Osten sehr wohl für ein gemeinsames Europa zu begeistern sind.

An der Sürfschule des Bostalsees. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bostalsees steht das Hallenerlebnisbad “Bosaarium”

Die Förderung des Europagedankens stand auch Mittelpunkt eines Besuches bei der Europäischen Akademie in Otzenhausen. Hier gab es einen Vortrag über Europa zu hören. Nohfeldens Bürgermeister Dr. Heribert Gisch, der die Gruppe in Empfang genommen hatte und auch bei ihrer Verabschiedung dabei war, betonte, dass die Hoffnungen auf eine noch intensivere Partnerschaft mit Jelesnia zum großen Teil auch auf den Jugendlichen beider Gemeinden ruhen. Aus diesem Grund würde sich im nächsten Winter auch wieder eine Gruppe Nohfelder Jugendliche auf Besuchsreise nach Polen begeben.

Untergebracht waren die polnischen Gäste zur allseitigen Zufriedenheit im Palotti-Haus in Eiweiler. Allerdings genügt diese Art der gemeinsamen Unterbringung nicht mehr den Förderrichtlinien des Potsdamer Deutsch-Polnischen Jugendwerkes, wie Anne Freytag jetzt bedauernd feststellte. Das Jugendwerk hatte die vergangenen Jugendbegegnungen in Nohfelden stets mit einem Zuschuss unterstützt. Diesmal ging man leer aus, weil man es beim Jugendwerk lieber sieht, wenn die jungen Leute in Gastgeberfamilien untergebracht sind. Soweit sind die Nohfelder noch nicht ganz, aber sie arbeiten daran.

Quelle: Saarbrücker Zeitung 20.09.2000

 

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