Ein Mann und seine Kirche...
Christoph Klemann ist der Pastor in Neunkirchen/Nahe, Gonnesweiler und Sötern. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Tätigkeit sieht der Geistliche in der weiteren Verbesserung der Jugendarbeit. Foto. A T B

Ein frischer Wind für den Nahe-Ort...

In Neunkirchen/Nahe hat Pastor Klemann kürzlich seinen Dienst als Seelsorger angetreten...

Neunkirchen/Nahe (it). Hat eine Seelsorgeeinheit das große Los gezogen, wenn sie als neuen

Seelsorger einen ehe- maligen Regionalju- gendpfarrer erhält? Ist denn eine solche Um- stellung für einen Geist- lichen leicht zu bewältigen? Christoph Klemann macht ein

zuversichtliches Gesicht: “Die Aufgaben werden auf jeden Fall vielfältiger, auch unberechenbarer. Aber die Jugendarbeit wird mit Sicherheit einer der Schwerpunkte meiner Arbeit sein und ganz vorne stehen. Die bisherige achtjährige Tätigkeit als Jugendpfarrer hat mir natürlich eine Menge Erfahrung gebracht, denn man hat mehr Durchblick bekommen."
Ende Juni hat
Diözesanadministrator Weihbischof Leo Schwarz, Trier, Christoph Klemann zunächst zum Pfarrverwalter der Pfarreien St. Martin in Neunkirchen/Nahe, Hl. Geist in Gonnesweiler und Rosenkranzkönigin in Sötern ernannt. Mit zu dieser großen neuen Seelsorgeeinheit gehören die Kirchen in Türkismühle, Selbach, Eiweiler, Schwarzenbach und Bösen. Aus dem Pfarrverwalter ist schon nach kurzer Zeit ein Pfarrer für diese acht Kirchtürme geworden, der im Laufe des Monats August in Einführungsgottesdiensten seinen Pfarrkindern vorgestellt wird.
Neben der eingangs angekündigten verstärkten Jugendarbeit wird die Tourismus-Pastorale zukünftig eine ebenso bedeutende Rolle spielen. Auch da hat Pastor Klemann bisher bereits einige Erfahrungen sammeln können, hat er doch schon viele Gläubige auf Kreuzfahrtschiffen begleitet. Die Seelsorge an den Touristen sieht der Geistliche als mindestens genau so wichtigen Teil seiner Arbeit an wie die in den Pfarreien. Gerade in dieser beliebten Ferienregion rund um den
Bostalsee breitet sich vor ihm ein großes Betätigungsfeld aus.
Ganz alleine braucht sich Pastor Klemann jedoch nicht an die Arbeit zu machen. Während er selbst im Pfarrhaus in Neunkirchen/Nahe residiert, ist in
Sötern Vikar Christian Müller, der vorher in Losheim, Bachern und Rimlingen als Kaplan tätig war, erster Ansprechpartner für die Katholiken dieses nördlichen Teils der Seelsorgeeinheit.
Zum Team gehören auch Horst Britz, ständiger Diakon mit Zivilberuf, sowie Gemeindereferentin Maria Gerdung. Auf eine gemeinschaftliche und gut abgestimmte Arbeit wird der neue Seelsorger, wie er versichert, in seinem neuen Wirkungskreis großen Wert legen. Anders lasse sich der volle Terminkalender auch nicht bewältigen, so Kleemann: “Wir werden gemeinsam Zuständigkeitsbereiche entwickeln und Termine untereinander aufteilen", so Klemann, “aber die Gemeinde soll dabei nicht den Eindruck haben, dass der Vikar, der Diakon oder die Gemeindereferentin nur aus dem Grund kommen, weil der Pfarrer keine Zeit hat."
An den Sitzungen der Pfarrgemeinderäte wird Christoph Klemann wohl nicht immer teilnehmen können. Dafür werden die Weichen für viele Vorhaben in den PGR-Vorständen gestellt. Einen Pfarreienrat für die gesamte Seelsorgeeinheit kann er sich als Zukunftsvision durchaus vorstellen. Das werde jedoch kein leichtes Unterfangen sein, da die Strukturen und die Mentalitäten gravierende Unterschiede aufzeigten. Derzeit besteht in den acht Kirchen noch ein reichhaltiges Angebot an Gottesdiensten, für die zusätzlich der Subsidiar und Religionslehrer Hubert Brenner und drei Ruhestandsgeistliche zur Verfügung stehen.
Zusätzlich zu seiner Arbeit will Pastor Christoph Klemann jedoch sein Engagement als geistlicher Beirat im Diözesansportverband der Deutschen Jugendkraft (DJK). Im Söterner Pfarrhaus, das gleich neben der Pfarrkirche steht, hat sich seit einigen Wochen Vikar Christian Müllei häuslich eingerichtet. Die ihm zugedachte Aufgabe als Stellvertreter des Pfarrers lässt ihn, wie er versichert, mit froher Hoffnung in die Zukunft sehen. Schon in den ersten Tagen nach seiner Ankunft bemerkt Müller positiv: “Die Leute haben mich hier sehr freundlich aufgenommen." Wenn das kein gutes Signal für die zukünftige Seelsorge ist
.

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