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Schmidt Küchen setzt auf guten Geschmack...
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Beim Küchenhersteller Schmidt ist die Fastenzeit beendet. Kräftige Investitionen sollen das Unternehmen zurück an die
Spitze der Branche bringen. Der Tisch für die Kunden in Türkismühle ist gedeckt.
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Produktives Prunkstück Allein 1,2 Millionen Mark hat Schmidt Küchen in Türkismühle in seine neue Kantmaschine investiert. Insgesamt hat das Unternehmen mehr als drei Millionen mark in das Werk und die neuen Verkaufsräume gesteckt. Am 28. Oktober wird das neue Studio offiziel eröffnet. Mit dabei ist dann auch der holländische Entertainer Harry Wijnvood und Star-Koch Alfons Schubeck aus Waging am Ammersee. Foto: ATB
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Türkismühle (be). Es ist gut elf Jahre her, als bei Schmidt Küchen in Türkismühle die untersten Schubladen aufgezogen wurden. Aber auch dort fand sich wenig Verwertbares, so dass selbst der größte Schmalhans seiner Aufgabe als
Küchenmeister nicht mehr gerecht werden konnte. Der Ofen war aus. Schmidt Küchen, 1947 von Hubert Schmidt gegründet und ein renommiertes Unter-
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nehmen in der Küchenmöbelfabrikation, ging in Konkurs. Das alles scheint heute weit weg. “Schmidt soll in fünf Jahren zur
Referenzmarke in Deutschland werden.” Gerd Schäfer, Leiter der Schmidt-Küchenstudios und Prokurist des Unternehmens, verweist auf ein völlig neues Vermarktungskonzept für die Türkismühler Produkte, das nun Stück für
Stück umgesetzt werden soll. Man sieht sich dabei gut gerüstet.
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Ein ganz modernes Küchenstudio in Türkismühle
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“Wir können mit den Großen der Branche in Deutschland mithalten.” Marketing-Chefin Caroline Leitzgen hat den Überblick über
den Küchen-Handel: “Der deutsche Markt ist der schwierigste. Es ist ein Verdrängungsmarkt, auf dem es zu viele Anbieter gibt. Die Preise sind teilweise kaputt, man braucht sich nur die vielen wöchentlichen
Prospekte aus der Zeitung anzuschauen. Aber auf dieses Billig-Segment begeben wir uns nicht. Wir setzen hier auf das mittlere und gehobene Segment mit vollwertigen Küchen ab etwa 10 000 Mark.” Wer nur das
Unternehmen in der Türkismühler Ortsmitte kennt, wird sich wundern: Schmidt Küchen gehört heute zu den zehn größten Küchenherstellern in Europa. Diese herausragende Position hat zunächst aber weniger mit der
saarländischen Fabrik zu tun, als mit den beiden Schmidt-Produktionsstätten im Elsass
(siehe Info).
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1989 übernahm die inzwischen groß gewachsene elsässische Tochter die saarländische Muttergesellschaft, die in argen
Schwierigkeiten steckte. Der Firmenname blieb, aber seitdem ist Türkismühle der deutsche Produktionsstandort eines französischen Küchenherstellers. 120 Mitarbeiter in Produktion und Verwaltung arbeiten derzeit hier,
seit 1995 kamen jährlich immer zehn bis 15 neu dazu. Das Unternehmen ist unangefochtener Marktführer in Frankreich und besitzt selbstständige Vertriebsgesellschaften in der Schweiz, Großbritannien, Holland, Belgien
und Skandinavien. 1999 erwirtschaftete SALM mit etwa 900 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von nahezu 282 Millionen Mark. Das Marketing-Konzept für Schmidt stammt dabei keineswegs aus der Versuchsküche, sondern ist
ein in Frankreich längstens und bestens bewährtes Rezept. Dabei setzt man auf Exklusiv-Vermarktung. Die erfolgt im Saarland und angrenzenden Gebieten über firmeneigene Studios, wo momentan 50 Personen beschäftigt
sind. Vier davon gibt es bereits, ein fünftes öffnet bald in Ensdorf und ein sechstes Mitte nächsten Jahres im Kreis Pirmasens.
Bis in den Raum Mannheim, so Gerd Schäfer, will man dieses Studio-Konzept vorantreiben. Für die übrige Bundesrepublik greift darüber hinaus ein “Partnerhaus-Konzept”, zu dem zur Zeit eine Pilotphase läuft mit 200 Fachhändlern in Deutschland, darunter 20 Exklusiv-Küchenausstattern. Dabei betritt das Unternehmen mit der Herstellung von Badmöbeln auch ein neues Geschäftsfeld. Den zur Vermarktung erwünschten starken Partner hat man im Sanitärkeramik-Giganten Villeroy & Boch schon gefunden. 1,2 Millionen Mark kostete die Anschaffung einer neuer Kantmaschine für die Produktion. Dort steht auch schon eine so genannte “Korpusmaschine”, die nach Gerd Schäfers Aussage “einzig in Europa” ist.
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In Türkismühle rauchen wieder die Schornsteine.
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Sie macht es möglich, dass die Schränke und Schubladen hinter all den verschiedenen Dekor- und Holzvariationen einer
Küchenfront nicht mehr nur in öder weißer Farbe erscheinen. Schmidt hält jetzt zehn verschiedene Holzdekors für das Innenleben der Küchen bereit. Damit all diese Neuerung in bestem Licht präsentiert werden können,
wurde jetzt für zwei Millionen Mark vor dem Werk ein neues Ausstellungs-Studio errichtet. Auf 850 Quadratmetern werden dort 27 Küchen und zwölf Bäder ausgestellt. Studio-Leiter Schäfer betont: “Alles ist realistisch geplant, ganz so, wie es sich die Leute anschaffen können.” Quelle: Saarbrücker Zeitung 06.10.2000
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Küchen-Oase Im neuen Küchenstudio in Türkismühle präsentiert Schmidt Küchen den Kunden seine Produkte
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Französische Tochter hilft Mutter auf die Beine
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Die Firma Schmidt Küchen wurde 1947 in Türkismühle von Herbert Schmidt gegründet. 1959 gründet Schmidt ein Zweigwerk in Lièprve, Elsass 1967 übernahmen Karl und Antonia (geb. Schmidt) Leizgen die Werksleitung in Lièprve. 1977 entsteht Cuisines Schmidt als selbständige französische Aktiengesellschaft. 1983 wird mit Cuisines Schmidt die Sociéte Alsacienne de Meuble (SALM) gegründet. 1985 begründet SALM mit der “Partnerhaus-Strategie” und Exclusiv-Vermarktung die bis heute andauernde absolute Marktführerschaft auf dem französischen Küchenmarkt. 1987 baut die SALM ein zweites Küchen-Werk in Sèlestat (Vogesen). 1989 übernimmt SALM die Konkurs befindliche Muttergesellschaft Schmidt Küchen in Türkismühle. 1995 stirbt Gesellschafter Karl Leitzgen. Im Jahr 2000 setzt SALM-Generaldirektor Jean-Marie Schwab setzt zur weiteren Unternehmensexpansion auf dem deutschen Markt. Derzeit werden in Türkismühle 3,2 Mio Mark investiert. Derzeit werden in Türkismühle zwischen 600 und 700 Küchenteile produziert. In Frankreich etwa 2500. Alles Einzelstuecke auf Bestellung.
Eröffnet wird das neue Studio am Samstag, 28. Oktober. Mit dabei sind dann der holländische Entertainer Harry Wijnvoord und Star-Koch Alfons Schuhbeck aus Waging am
Ammersee.
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