Er habe seinen Standpunkt in Gott gefunden. Im Wandel sah Makarios Hebler die dritte Hilfestellung bei der Suche nach Gott. Wandel und Umkehr sollten dazu führen, selbstgewählte Götter loszulassen, damit christliche Werte wieder an Bedeutung gewinnen”. Des Abts abschließende Bitte, dass das Feuer des heiligen Wendelin in den Gläubigen brenne, wie es symbolisch bei der Enthüllung der neuen Wendelinstatue am Mittwochabend dargestellt wurde. Nach der Predigt wurde der rote Sarg mit den vergoldeten Beschlägen, die sogenannte Wendelslade, geöffnet und der Glasschrein, der den Blick auf die Gebeine des Heiligen freigibt, ausgestellt. Zuvor waren die Priester in feierlichem Zuge mit der Wendelslade aus der Kirche ausgezogen auf die Bühne, wo unter freiem Himmel die hl. Messe mit über 500 Menschen gefeiert wurde. Um den Abt scharten sich seine Ordensbrüder aus dem Tholeyer Benediktinerkloster, die Steyler Patres aus dem Missionshaus mit Rektor Johannes Holzgartner und die weltlichen Geistlichen mit Pfarrer Anton Franziskus. Beeindruckend die inzwischen ungewohnten, für die Ohren älterer Kirchgänger so liebenswerten lateinischen Gesänge des Kirchenchores unter Leitung von Stefan Klemm. Nach dem gefühlvollen Kirchenlied ,,Ein Haus voll Glorie schauet”, dem mächtigen ,,Tedeum, großer Gott wir loben Dich” und dem einfühlsamen Wendelinuslied wurde der Glasschrein wieder in die Basilika getragen, wo er auf der Tumba (dem Scheingrab vor dem Altar) aufgestellt wurde. Hier werden die Pilger den Reliquien des hl. Wendelin ihre Verehrung erweisen. Schon vor dem Gottesdienst waren Pilger im Dom zu finden. Vor dem Gotteshaus wurde derweil eifrig am Umbau der Bühne gearbeitet, wurden an Verkaufsbuden die ersten Pilgerbücher und Anstecknadeln verkauft. Im weiteren Umfeld des Domes ging das alltägliche, geschäftige Leben weiter. In den Restaurants um den Dom wurde St.Wendeler Spießbraten und Schaales angeboten sah der Besucher auch schon mal den Bürgermeister noch eilig über die Straße hasten und nach dem Rechten sehen. Die Renovierungsarbeiten am Fruchtmarkt aber waren pünktlich zum Beginn der WaIlfahrtswoche beendet worden, ein weiteres architektonisches Glanzlicht dieser anheimelnden Stadt im St. Wendeler Land, über das sich am Ende des Gottesdienstes ein herbstklarer, blauer Himmel wölbte. Quelle: Saarbrücker Zeitung 21.10.2000






Wendelinus-Reliquien enthüllt Am Freitag wurden die Gebeine des hl. Wendelinus während eines Pontifikalamtes enthüllt. Die festliche Messe feierte Abt Makarios Hebler (Mitte) mit den weltlichen Pristern, Mönchen des Benediktinerklosters sowie mit Steyler Patres und über 500 Gläubigen. Im Vordergrund der Glasschrein mit den Gebeinen. Foto: A T B
Den Alltag wieder aus dem Glauben deuten...
Feierliches Pontifikalamt mit Abt Makarios Hebler zur Eröffnung der Wallfahrtswoche in St. Wendel - Reliquien im Glasschrein ausgestellt. Mit der Enthüllung der Reliquien des hl. Wendelin während eines eindrucksvollen Pontifikalamtes vor der Wendelinus-Basilika wurde am Freitagnachmittag die Wallfahrtswoche in der Domstadt eröffnet.
Wallfahrt ist eröffnet Zur Enthüllung der Reliquien des heiligen Wendelin wurde der Sarkophag am Freitag auf dem Fruchtmarkt getragen. Der Andrang hielt sich in Grenzen. Einige hundert Gläubige hatten sich versammelt. Fotos. A T B
Neue Grußkarten zur Wallfahrt
Pünktlich zur Wallfahrtswoche liegen die drei neuen Ansichtskarten von St. Wendel vor, alle mit Bezug zum Stadtpatron, dem heiligen Wendelinus. Eine Karte zeigt den Chorraum der Basilika mit Sarkophag des heiligen Wendelinus, dessen Gebeine allerdings im Hochgrab hinter dem Hochaltar untergebracht sind, und Hochaltar, aufgenommen von Till Sauer. Auf der zweiten Karte sind die Statue Wendelinus, Sarkophag und Hochgrab abgebildet. Die dritte Karte (unser Foto) zeigt die Basilika mit Schlossplatz und Rathaus, Wendelskapelle und Sarkophag. Die Karten, entworfen von der PR-Agentur “Gog Concept”, wurden in einer Auflage von rund 10000 Stück gedruckt und sind in der Wallfahrtswoche beim Sonderstand am Fruchtmarkt erhältlich. Repro: GOG/SZ
Über Nacht verwandelt Von Passanten, die in diesen Tagen die Luisenstraße hinaufschlendern, wird die neue “Fasade” des Anwe- sens Colbus aufmerksam gemustert. Am Dienstag hat die Stadt das Ge- bäude mit einer bedruckten Folie verhängt. Rund 40000 Mark kostet es die öffentliche Hand, die unan- sehnliche Ecke zu verschönern. Foto: A T B
