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Dieses
“Entspannende” aber liegt über der gesamten Organisation dieses Kindertage. Eine vorzügliche Organisation, eine sehr behutsame Leitung der Erzieherinnen, ein stressfreies Programm für die Kleinen, aber auch eine
Vielfalt an Erlebnissen prägen die Veranstaltung. Dabei steht der Chronist zunächst im Dom und sieht nur graue Haare und Glatzen und dann noch den grauhaarigen “Dom-Herrn”, Anton Franziskus, der überrascht ist von
den vielen Priestern, die mit dem Luxemburger Bischof Fernand Franck den Gottesdienst zelebrieren. Wo sind die Kinder? Da hört der Chronist vor dem Portal ein Stimmchen piepsen: “Do iss Mess, do gehn eich net rin”.
Und draußen steht ein Trüppchen vom Tholeyer Kindergarten mit Marianne Loch und Christine Hoffmann mit einem Polizisten, der die Kinder offensichtlich weit mehr beeindruckt als der hl. Wendelin. Und bei dieser
Gruppe trifft der Chronist, als hätte ihm der hl. Wendelin einen Engel geschickt, die Gemeindereferentin von St. Wendelin, Anneliese Maaß aus Hirzweiler-Welschbach, die ihn dann in die Geheimnisse des
Kindertages einführt. Im Cusanushaus treffen sie auf die Kinder des Kindergartens St. Marien aus Neunkirchen/Nahe, die Schäfchen gebastelt hatten, wobei offensichtlich vorübergehend Steven, fünf, beim Abmarsch zum
nächsten Programmpunkt kurzfristig verloren ging, denn Siegrid Rublack ruft nach “dem Zwölften”, das ist Steven, der sich dann auch meldet.
Die Fäden der Organisation haben die
Leiterin des St. Wendeler Kindergartens, Gabi Rauber, und Sozialarbeiter Lothar Saipt in den Händen. Obwohl in den Räumen des Cusanushauses Schäfchen gebastelt werden und nach dem lustigen Titel “Hörst du die
Regenwürmer husten” getanzt, sogar noch in einem Raum das Frühstücksbrot vertilgt wird (Helfer ist hier die katholische Frauengemeinschaft von St. Marien in Oberlinxweiler) liegt eine beeindruckende Ruhe über
dem Haus. In der alten Kapelle des Hospizes aber möchten wir gerade sitzen bleiben. Ein Ort der Meditation.
Ganz still sind die Kinder von St. Martin in Niederlinxweiler mit ihrer Leiterin Andrea Tschida. Die Kinder malen konzentriert bei meditativer Musik Mandalas, während Chandal, fünf, und Julian, fünf, verraten, dass sie noch den hl. Wendelin besuchen wollen. In der Hospitalkirche lauschen Kinder einem von Erzieher Daniel Schallmo zusammengestellten Diavortrag über den Heiligen. Nach diesem Punkt brauchen die Kinder von St. Michael (Marpingen) “etwas Bewegung”, wie Kindergartenleiterin Beate Schuh-Trebing feststellt. “Wir suchen einen Spielplatz.”
So wurden die über 500 Kinder vom
Schäfchenbasteln über das Tanzspiel, das Mandalamalen zum Diavortrag zur Dombesichtigung und dem Besuch des Wendelinus-Grabes geführt, ohne dass Hektik auftrat, ohne dass es Stress gab. Die Kleinen hatten ihre
Rucksäckchen dabei und verpflegten sich mit dem, was die Mutti eingepackt hatte. Beim Schlussgottesdienst, zu dem Pastor Anton Franziskus vorzeitig vom Mittagstisch mit Bischof Bernard Franck aufbrach, waren die
Kleinen noch beachtlich fit, auch wenn dem einen oder anderen die Augenlider schwer wurden.
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