Die Fallschirmjäger übten Wasserlandung am Bostalsee....

BOSTALSEE (gec). Dort, wo an schönen Sommertagen Tausende von Saarländer sich sonnen und baden gehen, haben Rekruten der Luftlandebrigade 26 einen besonderen Teil ihrer Ausbildung absolvieren.

MdB Otmar Schreiner (Mitte) hielt am Bostalsee sein Wort und sprang mit den Generälen Henning Glawatz (links) und Hans-Christian Beck aus dem Hubschrauber ab. Foto: gec

Die Soldaten der Saarland-Brigade mussten mit ihren Fallschirmen über dem Bostalsee abspringen, um hier den Ernstfall einer Wasserlandung zu trainieren. Hierzu startete eine ,,C 160 Transall” zweimal in die Luft, um jeweils 60 Soldaten ins Wasser fallen zu lassen. In einer Höhe von über 300 Metern muss der große Bostalsee dabei sehr klein für die Rekruten gewirkt haben. Die Soldaten kamen aus den Standorten Saarlouis, Lebach, Merzig und Zweibrücken. Unterstützt wurden Sie von einer Armada von Schlauchbooten mit der die Luftlandepioniereinheit 260 aus Saarlouis präsent war.

Sicher schwebten die Soldaten nach dem Absprung aus der Transall und dem Hubschrauber in die kalten Wasser des Bostalsees.

Sie sorgte, dass die Soldaten nicht länger als notwendig in den 17 Grad kalten Wellen des Bostalsees schwimmen mußten. Es waren aber nicht nur die gemeinen Soldaten, die sich an dieser Übung beteiligt haben. Nach dem Absprung aus der Transall, war auch ein Sprung aus dem Hubschrauber vorgesehen. Und bei dieser Übung sah man auch Prominenz. MdB Ottmar Schreiner , Leutnant der Reserve, war mutig genug, wieder einmal selbst zu springen. "Ich bin ein Gefangener des eigenen Wortes", erklärte der SPD-Politiker, wie es dazu kommen konnte.Er hatte versprochen , sich für die Standortsicherung im Saarland stark zu machen  und versprochen, dafür werde er sogar noch einmal springen. So ganz unvorbereitet ist er allerdings nicht zum Bostalsee gekommen. Vier Wochen zuvor hat er bei einem Lehrgang teilgenommen, um sein Wisssen wieder aufzufrischen. "Ich bin 33 Jahre nicht mehr gesprungen. Und eine Landung im Wasser habe ich noch nie versucht. Aber mit Anfang 50 ist es eine Selbstüberwindung , die ich mit offenen Augen angehen will." Damit Schreiner nicht als einziger Promi in den Hubschrauber steigen musste, wurde er von den Brigadegenerälen Hans-Christian Beck und Henning Glawatz begleitet. Alle Drei wurden vor dem Besteigen des Hubschraubers eingekleidet und mit dem Fallschirm versehen. Danach wurde eindringlich erklärt, wie sie sich nach dem Sprung und bei der Landung zu verhalten hätten. Alles ging gut aus, niemand verletzte sich bei dem Sprung ins kalte Nass Und wieder standen genügend Schlauchboote bereit, die Springer aus dem Wasser zu ziehen.

Quelle: St. Wendeler Stadtrundschau 04. Oktober 2000

 

Sozial.de - Das Portal für den sozialen Bereich!
EuroSeek
Finden Sie:

 

Saarland-Brigade