Fußb.-Schiedsrichter Gruppe Nahe

Die Fußball-Schiedsrichter der Gruppe Nahe präsentieren eine gute Bilanz - Einige Vereine erfüllen jedoch das Soll nicht

Neunkirchen/Nahe (mr).                                         Die Fußball-Schiedsrichter der Gruppe Nahe konnten bei ihrem Abschlussabend im “Schützenhof” zu Neunkirchen/Nahe eine gute Jahresbilanz präsentieren. “In 2000 haben wir mit 35 Unparteiischen 2146 Spiele geleitet. Es wurden keine größeren Probleme gemeldet”, ließ Obmann Leo Will wissen. Die Gruppe Nahe liege beim Besuch der Lehrabende mit etwa 80 Prozent in der Spitzengruppe des Saarländischen Fußballverbandes (SFV). Doch kein Sonnenschein ohne Schatten. “Wir liegen aber auch in der Spitzengruppe jenes Feldes, in dem Vereine ihr target="_blanc"Schiedsrichtersoll

Dankeschön         Bei ihrem Abschlussabend 2000 in Neunkirchen/Nahe wurden verdiente Fußball- schiedsrichter der Gruppe Nahe für ihr langjähriges Engagement geehrt. Von links: Nordsaar-Kreisobmann Harry Molter, Gruppenobmann Leo Will, Andreas Funkhauser, Peter Fischer, Gerhard Paulus, Armin Scherer und Klaus Wilhelm.

“Und dieser Verein beschwert sich noch in der Öffentlichkeit über schlechte Schiedsrichterleistungen”, grollte der Obmann. Die Klubs aus Primstal und Steinberg-Deckenhardt stellen mit 15 allein mehr als ein Drittel der Unparteiischen. Zur Gruppe Nahe zählen auch eine Schiedsrichterin (Karin Altmeyer) und drei Ehrenschiedsrichter. Gut funktioniert nach wie vor der Austausch mit der Gruppe Birkenfeld. Nordsaar-Kreisobmann Harry Molter aus Dirmingen fand lobende Worte über den Zustand der Gruppe Nahe. “Bleib uns noch lange erhalten”, ermunterte er den Lehrwart Gerhard Paulus (VfL Primstal) und würdigte auch die Verdienste von Obmann Leo Will (SV Steinberg-Deckenhardt). Beide nannte er in seiner Rede die “Aushängeschilder der Gruppe”.

Bei den Ehrungen standen Paulus (seit 35 Jahren in der Schiedsrichter-Organisation tätig) und Will (seit 30 Jahren dabei) in der ersten Reihe. Paulus erhielt sowohl ein Präsent vom Kreisobmann als auch von der Gruppe Will:

“Durch die gute Arbeit unseres Lehrwartes Gerhard Paulus sind die Mitglieder der Gruppe immer gut ausgebildet und immer auf dem neuesten Stand des Regelwerkes.” Ein neuer Schiedsrichter-Anwärterlehrgang beginnt am 27. Januar in Marpingen. Den Schiedsrichter-Ehrenbrief für 25-jährige Tätigkeit erhielten: Armin Scherer (VfL Primstal), Peter Fischer (SV Wolfersweiler) und Klaus Wilhelm (SF Eiweiler). Andreas Funkhauser (SV Gonnesweiler) ist seit 15 Jahren als Regelwächter aktiv; er erhielt die Schiedsrichternadel in Gold. Die Nadel in Silber für zehn Jahre wurde an Herbert Hilgert vom SV Mosberg-Richweiler (Kassierer der Gruppe Nahe) und an Ingo Wensky (Steinberg-Deckenhardt) ausgehändigt. Für fünf Jahre hatten sich Franz Ludwig, Ferdinand Müller, Franz-Josef Backes (alle VfL Primstal), Michael Koster (FC Kastel), Otmar Bücher (SG Braunshausen-Schwarzenbach) und Daniel Will (Steinberg-Deckenhardt) die Schiedsrichter-Ehrennadel des Verbandes in Bronze verdient.

Quelle: Saarbrücker Zeitung, 21.12.2000

Seitenanfang

Lebensläufe

Gerhard Paulus (51) aus Primstal wurde 1965 Mitglied der Schiedsrichter-Gilde. 1978 stieg er in die Landesliga, 1981in die Verbandsliga Saar, 1983 in die Oberliga Südwest auf.

Ab diesem Zeitpunkt stand sein Name auch auf der Linienrichter-Liste für die erste Bundesliga. Und das ein ganzes Jahrzehnt lang! Mit der Leitung des saarländischen  Pokalfinales 1993 zwischen dem SV Mettlach und dem SV Ludweiler (1:0) in Dillingen verabschiedete sich der Primstaler aus der Arena. Bis dahin war er 80 Mal als Linienrichter in die ersten, 59 Mal in die zweite Bundesliga und 15 Mal zu DFB-Pokalspielen berufen worden. Paulus kann darüber hinaus auf eine ganze Reihe internationaler Einsätze verweisen. Für den Bereich des Regionalverbandes Südwest und des Saarländischen Fußballverbandes resümiert Gerhard Paulus: “Als Schiedsrichter habe ich 80 Spiele in der Oberliga, etwa 150 Begegnungen der Verbands- und Landesliga sowie etliche DFB-Spiele in den Amateurwettbewerben und im Jugendbereich geleitet. Die Zahl meiner Spielleitungen in den unteren Klassen ist nicht mehr feststellbar.” Seit 1986 ist er Lehrwart der Gruppe Nahe. Ab 1990 war er auch lange Kreislehrwart von Nordsaar. Von dieser Funktion zog er sich aus privaten Gründen zurück. Seine langjährigen Erfahrungen bringt er längst als Spielbeobachter (Oberliga, vorher auch Regionalliga) ein. “Im Bedarfsfall steht er auch der SFV-Spruchkammer als Sachverständiger zur Verfügung”, nennt Leo Will noch eine Paulus-Tätigkeit.Sohn Thomas Paulus war von 1988 bis 1993 ebenfalls Unparteiischer. Er hat sich von den “Pfeifenmännern” verabschiedet und ist als Torschütze für den VfL Primstal in der Landesliga Nordost sehr erfolgreich. Leo Will (52) ist seit drei Jahrzehnten im Nordsaarkreis als Schiedsrichter-“Aktivist” tätig: 1970 wurde er Unparteiischer, von 1977 bis 1987 war er darüber hinaus Lehrwart der Gruppe Nahe, für die er seit 1986 als Obmann verantwortlich ist. Für sein großes Engagement erhielt er jetzt vom Kreisobmann Molter die goldene Schiedsrichter-Ehrennadel mit Lorbeer. 

Seitenanfang

Berichtsanfang

Quelle: Saarbrücker Zeitung, 21.12.2000