Neujahrsempfang
Rathaus

Rathausvorplatz mit Burg

Eingeschränkte Spielräume zwingen zum Verzicht auf Wünschenswertes

Neujahrsempfang der Gemeinde Nohfelden: Bürgermeister Heribert Gisch fordert Rückbesinnung auf Dinge, die wirklich wesentlich sind

Nohfelden (it). Was hat Kaiser Heinrich II., der von 973 bis 1024 lebte, mit dem Neujahrsempfang im Nohfeldener Rathaus zu tun? Sehr viel sogar, behauptete Bürgermeister Heribert Gisch am Sonntag:

,,Heinrich hat damals schon versucht, die Welt zu perfektionieren. Einfach deshalb, weil er an das Kommen des Schöpfers im Jahre 1000 glaubte." Auch unsere Gesellschaft neige dazu, alles zu perfektionieren und nur noch das gelten zu lassen, was spektakulär sei. Unter einer solchen Grundtendenz scheine das Alltägliche entwertet zu werden und den ihm gebührenden Stellenwert zu verlieren. Gisch forderte die Gäste auf, sich auf die Dinge zu besinnen, die wesentlich seien. Gisch leitete zur Gemeindepolitik über, die in den letzten Jahren mit den Zug um Zug eingeschränkten Handlungsspielräumen konfrontiert worden sei. ,,Das scheint bei vielen Menschen noch nicht angekommen zu sein", sagte Gisch. "Wir können nicht mehr all das Gute tun, das wir tun wollen." Auch unter Berücksich- tigung der Daseinsfürsorge, die eine unentbehrliche Komponente der Arbeit in der Gemeinde sei, könne nicht nach der Devise verfahren werden, dass jedem Dorf die gleiche Unterstützung gewährt wird. Gisch spielte mit dieser Aussage auf das Thema , "Kunstrasensportplätze" in der Gemeinde an und betonte: ,,Es geht nicht ohne eine optimale Abstimmung aller Rahmenbedingungen. Daran führt kein Weg vorbei."  In das neue Jahrtausend gehe er mit viel Optimismus, sagte Gisch, vor allem deshalb, weil es noch viele Ehrenamtliche in allen Orten gebe. Ihre Zahl müsse sich jedoch in der kommenden Zeit noch erhöhen, damit die angestrebte ,,aktive Bürgergemeinschaft" Wirklichkeit werde.

Mit der Ehrung von sieben Jubilaren schloss der Neujahrsempfang. 35 Jahre ist Wilhelm Freytag aus Nohfelden bei der Gemeinde tätig. Auf 20 Jahre blicken zurück: Gerhard Jung (Eisen), Klaus Welker (Eisen), Bernhard Winter (Eiweiler), Gerhard Alles (Nohfelden), Helmuth Konrath (Sötern) und Rüdiger Helm (Wolfersweiler). Auch die ehemaligen Gemeinderatsmitglieder wurden nicht vergessen und bekamen ein kleines Präsent: Horst Baltes (Neunkirchen/Nahe), Reinhard Pontius (Wolfersweiler), Eugen Saar (Bosen), Wolfgang Schweig (Walhausen), Laurentius Ludwig (Eiweiler), Lothar Weber (Gonnesweiler), Hans- Werner Stieren (Selbach), Alfred Diehl (Eckelhausen), Helmut Wiesen (Gonnesweiler), Helmuth Konrath (Sötern), Hans-Dieter Moosmann-Seibert (Wolfersweiler), Erwin Volz (Nofelden), Maria Meier (Walhausen), Birgit Veit (Bosen), Werner Maurer (Neunkirchen/Nahe) und Dieter Gisch (Mosberg-Richweiler).Textquelle: Saarbrücker Zeitung 11.01.2000

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Dr. Gisch gratuliert dem 1. Beigeord- neten Herrn Wilhelm Freytag für 35 Jahre Wirken in der Gemeinde

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Ehrung der sieben 20-jährigen im Dienst der Gemeinde

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Ehemaligen Ratsmitgliedern wurde seitens der Gemeinde gedankt

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