Musizieren, um zu spenden Der Chor der Pfarrkirche St. Martin (Bild) ersingt Geld, um die Reparatur der Sebald-Orgel zu ermöglichen. Mit Konzerten und anderen Veranstaltungen hat er bisher rund 10000 Euro zusammengebracht. Die jüngste Spende in Höhe von 1000 Euro war der Erlös aus einem Konzert im November vergangenen Jahres. FOTO: VEREIN

Neunkirchen/Nahe (it). Der Chor der Pfarrkirche St. Martin ersingt viel Geld, um die Reparatur der alten Sebald-Orgel ermöglichen zu können. Mit Konzerten und anderen Veranstaltungen hat er bisher rund 10000 Euro zusammengebracht. Die jüngste Spende in Höhe von 1000 Euro war der Erlös aus einem Konzert im November vergangenen Jahres.
Die ältesten Register der Sebald-Orgel stammen bereits aus dem Jahre 1891. Das Instrument mit seinen zwei Manualen, Pedal und 27 Registern wurde im Jahre 1936 umgebaut. In letzter Zeit aber ist es so marode geworden, dass es höchste Zeit wird, an eine Komplett-Renovierung zu denken.

Vereinsvorsitzender Ewald Stoll sowie Organist und Chorleiter Hans Günter Fischer, der das Instrument regelmäßig spielt, wissen aber auch, wie schwierig die Finanzierung sein wird. Derzeit liegt der Pfarrei ein Angebot einer Firma vor, die die Reparatur für rund 100000 Euro bewerkstelligen will. Gerade deshalb wollen die Sängerinnen und Sänger auch weiterhin nicht locker lassen und alles versuchen, Geld in die Orgelkasse zu bekommen. Als Nächstes stehen die Vorstellung und der Verkauf eines Kochbuches an. Es enthält Hausmannskost-Rezepte, die die Chorfrauen gesammelt und die Hans Günter Fischer zu einem hübschen Band zusammengestellt hat. Am 15. März wird das Buch um 20 Uhr im Pfarrsaal vorgestellt und gleich danach zum Kauf angeboten.

 

Bildimpressionen aus dem Konzert im November 2002, das in der Kirche St. Martin zu Neunkirchen/Nahe stattfand.

Ein Orgelfest ist zum Kirchenmusiktag des Dekanates für das Wochenende 24./25. Mai vorgesehen. Am Samstagabend wird der Chor während eines Kommers Gospels und Musical-Melodien im Pfarrheim singen. Am Sonntag stehen Frühschoppen und nachmittags ein geistliches Konzert auf dem Programm. Zehn Kirchenchöre aus dem Dekanat werden es gestalten.
Der im Jahre 1965 gegründete Kirchenchor St. Martin, dessen Vorsitzender Ewald Stoll schon 30 Jahre ist, verfügt derzeit über 38 Sängerinnen und Sänger. "Diese Zahl und der Altersdurchschnitt von etwa 50 Jahren sind heute nicht mehr selbstverständlich", meinte Chorleiter Hans Günter Fischer. Schon seit 25 Jahren schwingt er den Taktstock und ist seit acht Jahren Kirchenmusiker. Seit seiner Tätigkeit in Neunkirchen/Nahe hat er mit seinem Chor 14 Kirchenkonzerte gegeben. Das Repertoir umfasst Messen in Deutsch und Latein, Gospels und jede Menge verschiedensprachige Volkslieder. Oft verlässt der Klangkörper die Kirchenmauern, singt bei weltlichen Veranstaltungen im Dorf und nimmt Einladungen befreundeter Chöre an. Zwei Mal wöchentliche Proben und der feste Wille seiner Mitglieder, Leistung zu bringen, haben den Chor auf ein beachtliches Niveau gehoben. Deshalb blickt der aus Saarbrücken stammende 53-jährige Hans Günter Fischer, der seit 1994 im Ort wohnt, mit Optimismus in die Zukunft.
Regelmäßig arbeitet er auch mit einer sieben Sänger zählenden Schola, die sich dem Gregorianischen Choral widmet, zusammen. Sein Ziel ist es, einmal im Monat und bei Hochfesten mit dieser Schola den Gottesdienst mitzugestalten.

Quelle: SZ 21.02.2003

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