Freiherr-vom-Stein-Medaille

Eine Generation der Verantwortung...                          
Fünf Kommunalpolitiker erhielten Freiherr-von-Stein-Medaille

Geehrt... 
Innenminister Klaus Meiser, links, und Landrat Franz Josef Schumann, rechts, zeichneten verdiente Kommunalpolitiker mit der Freiherr-von- Stein-Medaille aus. Auf unserem Foto von links: Klaus Meiser, Albert Bungert, Willi Holz, Alwin Bernhardt, Willibald Breit und Franz Josef Schumann, Eugen Saar fehlte wegen eines Urlaubes.  Foto: A T B

St. Wendel (be). “Eine hervorragende Auswahl”, lobte Landrat Franz Josef Schumann die Riege der Kommunal- politiker, die zur Verleihung der Freiherr- vom-Stein-Medaille angetreten war. Fünf langjährige, verdiente Kommunalpolitiker aus dem Kreis wurden geehrt. Der saarländische Innenminister Klaus Meiser erklärte, die Medaille besitze zweierlei Stellenwert. Sie sei Ehre und Anerkennung und solle zudem deutlich machen, dass ein Ehrenamt Vorbild sei und in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert genießen solle.Mit Blick auf die fünf Medaillenträger meinte Meiser: “Sie sind geprägt von der Gebiets- und

Verwaltungsreform und der Wahrung der Identität ihrer Ortsteile. Ihre Kommunalpolitiker- Generation hat hier eine große Verantwortung gehabt.”

Alwin Bernhard (67) aus Mosberg/Richweiler

Die Ehrungen wird über Parteigrenzen hinweg ausgesprochen. Das dokumentiere, so Meiser, was die Demokratie auszeichne: “Man kann über die Wege streiten, aber über die Ziele ist man sich einig. Mit der Freiherr-vom-Stein-Medaille wurden ausgezeichnet: Alwin Bernhardt (67, CDU), der von 1960 bis 1973 dem Gemeinderat der selbständigen Gemeinde Mosberg-Richweiler angehörte und seit 1974 einen Sitz im Nohfelder Gemeinderat hat. Von 1994 bis 1999 war er auch ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde.

Eugen Saar (66) aus Bosen

Bernhardt, seit 1984 im Ortsvorsteher von Mosberg-Richweiler, war von 1992 bis 1994 auch Mitglied des Kreistages. Bernhardt ist auch Jagdvor-

steher und Vorsitzender des MGV.. Albert Bungert (78, SPD), saß von 1956 bis 1974 im Gemeinderat der damals selbständigen Gemeinde Hirstein. Von 1968 bis 1984 war er Mitglied im Kreistag und gehörte dabei zehn Jahre dem Kreisrechtsausschuss an. Über die Kommunalpolitik hinaus war Bungert stark engagiert im Hirsteiner Vereinsleben. Heute ist er Ehrenmitglied unter anderem beim Musikverein, dem Sportverein und dem Obst-und Gartenbauverein. Willibald Breit (64, CDU), war von 1974 bis 1999 Mitglied des Gemeinderates Freisen. Von 1984 bis 1989 war er auch ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde. Außerdem war er von 1974 bis 1984 und von 1989 bis 1999 Mitglied des Ortsrates seines Heimatortes Grügelborn. Zehn Jahre, von 1989 bis 1999, war er zudem dessen Ortsvorsteher. Breit war Gründer und langjähriger Vorsitzender des Judo-Clubs und Mitbegründer des Wandervereins. Willi Holz (71, CDU), war von 1964 bis 1974 Mitglied des Gemeinderates der selbständigen Gemeinde Hasborn-Dautweiler. Von 1968 bis 1974 gehörte er auch dem Amtsrat des Amtes Tholey an. Von 1974 bis 1979 und von 1989 bis 1999 saß er im Gemeinderat Tholey. Von 1994 bis 1999 war er zudem ehrenamtlicher Beigeordneter der Gemeinde. Dem Kirchenchor und dem MGV in Hasborn gehört er seit über 50 Jahren an. Eugen Saar (66, SPD), gehörte von 1974 bis 1999 dem Gemeinderat Nohfelden an.  Von 1979 bis 1987 und zwischen 1989 bis 1999 war er Fraktionsvorsitzender der SPD. Dem Ortsrat seines Heimatdorfes Bosen gehörte Saar von 1974 bis 1989 an, dem Kreistag von 1989 bis 1999. Zudem führte er als Vorsitzender die Bosener SPD von 1974 bis 1989. Saar ist zweiter Vorsitzender des Fördervereins der Sozialstationen der Gemeinden Nonnweiler, Nohfelden, Tholey und Oberthal und in der Evangelischen Kirchengemeinde Bosen tätig. Urlaubsbedingt fehlte Saar bei der Ehrung.Langjährige Kommunalpolitik, so bemerkte Albert Bungert, heißt einen Tag “Hossianna” und einen Tag später “Kreuziget ihn”. Den Ehefrauen dankte er für die aufgebrachte Geduld “besonders dann, wenn die Tagesordnung über Karlsberg und Anderes erweitert wurde.”

Wer war Freiherr vom Stein?

Die Freiherr-vom-Stein-Medaillen wird alljährlich zum Geburtstag des Namensgebers (26. Oktober) aufgrund eines Erlasses des saarländischen Innenministers verliehen. Die Medaille geht an Frauen und Männer, die sich durch ehrenamtliche Tätigkeit oder als kommunale Ehrenbeamte verdient gemacht haben. Namenspatron der Auszeichnung ist Heinrich Friedrich Karl Reichsfreiherr vom Stein, geboren 1757, gestorben 1831. Er war preußischer Finanz- und Wirtschaftsminister, hatte zuvor als Direktor der westfälischen Bergämter sowohl feies Bauerntum auf dem Land wie auch Bürgerfreiheiten in den rheinländischen und westfälischen Städten kennengelernt. Nach der Niederlage Napoleons leitete der das ein, was heute als “Stein-Hardenbergische Reformen” bezeichnet wird. Entscheidend bei der Umsetzung der Ideen war damals der Freiherr Karl August von Hardenberg: So wurden damals in Preußen sich selbst verwaltende Kreise gebildet.

 

Quelle: Saarbrücker Zeitung 04.11.2000

Freiherr Carl August von Hardenberg

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