Deutschland-Rallye im Saarland 20

Sieger-Dusche... Der Franzose Sebastian Loeb (links) nahm in Trier die Champagner-Dusche gerne hin, die ihm Marcus Grönholm verpasste. Die deutsche Rallye-WM-Premiere endete mit dem ersten WM-Triumph Loebs. Nach 22 Prüfungen verwies der Citroen-Pilot den Briten Richard Burns um 14.3 Sekunden auf Platz zwei, Grönholm wurde Dritter. Foto: DPA

Die Rallye hat mehrere Sieger...

Ministerpräsident Müller:
“Ein unglaublicher Image-Gewinn”

- Von Walter Koster -

Trier/St. Wendel. Beim ersten Lauf zu einer Rallye-Weltmeisterschaft auf deutschem Boden gab es gleich mehrere Sieger. Gewinner des sportlichen Teils war Citroën-Pilot Sébastien Loeb, der bei dieser WM-Premiere den ersten Sieg seiner Karriere feierte. Der Elsässer gewann die Deutschland-Rallye, zehnter von 14 WM-Läufen, vor Weltmeister Richard Burns (England) und dessen Peugeot-Teamkollegen “

Marcus Grönholm (Finnland). Gewinner Nummer zwei ist der Tourismus, der der Region im Nordsaarland „Umsätze ohne Ende“, bescherte, wie St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon sagte und gleichzeitig feststellte: „Jetzt fahren wir die Ernte ein, die wir vor 17 Jahren mit der Deutschland Rallye begonnen hatten.“ Insgesamt strömten knapp eine viertel Million Fans aus ganz Europa zum WM-Debüt nach Trier, Umgebung und ins nördliche Saarland. Ministerpräsident Peter Müller stellte im Gespräch mit der „SZ“ die Gleichung auf: „Hervorragende Leistung der Fahrer und perfekte Technik ergeben die Faszination des Rallye-Sports und einen unglaublichen Image-Gewinn für das Saarland, den wir nicht hoch genug werten können.“ Rallye-Legende Walter Röhrl sprach gegenüber der „SZ“ von einem „Motorsport-Happening mit einer perfekten Show, wie ich sie noch nie erlebt habe.“ Die Fachhochschule Zweibrücken nahm im Auftrag der ADAC Motorsport GmbH München eine wissenschaftliche Befragung vor. Professorin Bettina Reuter, Dekanin des Fachbereichs Betriebswirtschaft, präsentierte am Samstag im Hotel Stadt St. Wendel unserer Zeitung als erstem Medium das Ergebnis einer Zwischenauswertung: Mit 28 Prozent stellten die Franzosen den größten Anteil unter den ausländischen Gruppen, gefolgt von Belgien (27), Holland (10) und Norwegen (7). Unter den Besuchern aus 18 Nationen unter anderem vertreten: Australien, Finnland, Polen, Tschechien, USA. 63 Prozent der Gäste übernachten im Durchschnitt 3,2 Nächte, jeder lässt 255 Euro hier. Bei einer Bewertung der Gesamtveranstaltung von eins bis fünf gaben sie dem Ereignis die Note 2,1.
Eine Attraktion war die Demonstration von Tourenwagen. Am Samstag und Sonntag boten einige Piloten auf dem Rundkurs von St. Wendel ihre Künste auf dem Rundkurs in St. Wendel. Meister Bernd Schneider (St. Ingbert) chauffierte Ministerpräsident Peter Müller. Müller: „Ich fühlte mich bei unserem saarländischen Tourenwagen-Ass sicher und gut aufgeboben.